Design formt unsre Kultur

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Industriedesign ist Kultur

 

Dadurch, dass Maschinen die tägliche Arbeit erleichtern, haben wir Zeit, um uns mit den schönen Dingen des Lebens auseinandersetzen. Mozart war zu seiner Zeit eine Sensation, heute kann man auf YouTube fast jeden Tag ein anderes „Wunderkind“ jeden Alters bestaunen. Auch Leute wie-du-und-ich können sich dort mit ihrem Talent einem interessierten Publikum präsentieren und somit weltbekannten Stars in Konkurrenz treten. Das hat es noch nie gegeben.

 

Gegenläufige Trends existieren, aber der moderne Mensch ist kulturbewusster geworden und hat eine relative hohe Erwartungshaltung entwickelt. Hat es vor 70 Jahren gereicht, dass ein Produkt seinen Zweck erfüllte, so muss es in unserer Zeit ein Design haben, um ernst genommen zu werden.

 

Industriedesign wie es im Fachjargon heißt, ist eine Art moderne Kunst, die untrennbar mit Technologie verbunden ist. Natürlich könnte man das nachfolge Modell eines i-Phone im selben Design machen, aber wie sollen dann die Kunden erkennen, dass da jetzt etwas Neues ist? Design macht Innovation also sichtbar. Davon abgesehen, Menschen lieben Abwechslung.

 

 

Design ist ein Bedürfnis

 

In vielen Bereichen verläuft die technologische Entwicklung nicht so dramatisch, und deshalb unterliegt man dort gerne der Versuchung, die Ästhetik zu ignorieren. Es gilt aber als Tatsache, dass von zwei gleich guten Produkten das besser aussehende genommen wird. Auch wenn die Geschmäcker verschieden sind, so liegt es in der menschlichen Natur, schöne Sachen haben zu wollen. Dieses Bedürfnis rückt immer weiter in den Vordergrund, je kleiner die Anstrengungen um das tägliche Brot sein müssen. Der Griff zum besser aussehenden Produkt ist also fast schon eine Automatik und zu sagen „unseren Kunden ist Design egal“ eine kurzsichtige Strategie mit der vielversprechenden Aussicht, im Laufe der Zeit, damit sauber auf die Nase zu fallen.

 

Ob man es wahrhaben will oder nicht: Design ist zu einem wesentlichen Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden und Ausdruck kultureller Identität. Man denke an die Coca Cola Flasche. Der Designer dieser kleinen bauchigen Flasche hat vor 100 Jahren eine Ikone kreiert, denn er hat ein Stück amerikanisches Lebensgefühl geschaffen. Auch wenn die rasante technische Entwicklung unserer Zeit Design immer kurzlebiger werden lässt, so ist das Ziel immer noch dasselbe: Freude am Augenblick und an den kleinen Dingen des Lebens zu vermitteln. Das ist kein leerer Wahn!

 

 

Technologie ein Segen

 

Dann ist Bildung für jedermann zugänglich und Studierende werden von kreativen Lehrern unterwiesen, die es verstehen, ihre Schüler durch packenden Unterricht zu Höchstleistungen zu motivieren. Aus gesunden traditionellen Familien kommen Kinder, die die Bereitschaft zum Lernen schon mit der Muttermilch einsaugen und begierig darauf warten, in den Schulen Neues zu erfahren.

 

Kulturell werden wir eine noch nie dagewesen Blüte erleben, da es um die Freude am Kreativ sein selber geht ohne sich um Geld Gedanken zu machen. Innovationen, gute Gedanken und Ideen werden gedeihen wie die Kirschen in der Sommersonne. Momentan ist es aber noch so, dass fast nur aus Gewinnstreben an diesen gearbeitet wird. Viele werden daher nicht realisiert, weil Firmen Angst haben ihre Reserven durch „gewagte Abenteuer“ zu verlieren. Die Folge sind solche Binsenweisheiten wie: „Wir brauchen keine neuen Ideen, denn unsere Kunden sind mit dem zufrieden, was wir machen“.

 

Schade, denn gerade neue Ideen sind der Motor, der alles treibt! Denken wir an Karl und Bertha Benz, die den Motorwagen zum Laufen brachten. Wegen ihnen haben wir Autos, ohne die in der modernen Welt nichts mehr laufen würde. Technologie hat also den allgemeinen Lebensstandard gehoben und ist eigentlich ein Segen!

 

 

Technologie besiegt Armut

 

 Nicht die Sache ist schlecht, sondern der missbräuchliche Umgang damit. Die industrielle Revolution des 18. und 19. Jahrhunderts brachte Wohlstand, denn zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit waren Produkte, die sich sonst nur Reiche leisten konnten, auch für das gemeine Volk erschwinglich.

 

Technologisch hat die Menschheit seit damals immensen Forstschritt gemacht und Möglich-keiten entdeckt, von denen man noch vor 50 Jahren nicht zu träumen gewagt hat. Wir vergessen aber vor lauter Begeisterung über unsere Leistungen, wofür wir das alles tun: Genau genommen für die Milliarden Menschen, die ausreichende Mittel für ein erfülltes Leben erarbeiten wollen. Dieser Wunsch könnte für alle in Erfüllung gehen, denn Technologie macht es möglich.

 

Dazu braucht es aber Menschen, die gelernt haben nicht nur auf ihren, sondern auch auf den Vorteil  ihrer Mitmenschen zu achten, egal ob diese in der Nachbarschaft oder am anderen Ende der Welt leben: Habsucht, Armut, Ungerechtigkeit, Krieg und Terror verschwinden, sobald die Zentralen der wirtschaftlichen und politischen Macht die Grundsätze der christlichen Nächstenliebe anwenden, und die Bürger ihrem Beispiel folgen.

 

 

Sozialkristische Betrachtung

 

Ist nicht der Großteil aller industriell gefertigten Produkte unnötig? Vieles davon ist von vorn-herein dafür konzipiert um im Müll zu landen. Anderes Zeug kostet wieder viel Geld und macht auch nicht zufriedener.

 

Die moderne Konsumgesellschaft hat scheinbar nichts Wichtigeres zu tun als den neuesten Modetrends nachzulaufen, das neueste Handy zu haben, und Besitztümer anzuhäufen, für die genau genommen andere durch Dumpinglöhne bezahlen müssen.

 

Ist der technische Fortschritt also ein Fluch und die Möglichkeit schöne Dinge zu haben nur ein leerer Wahn?